Auf den Patenflächen der Felgentreuer Wiesen gab es in den vergangenen Wochen spannende Naturbeobachtungen. Erstmals wurden vermehrt Silberreiher gesichtet, die bislang nicht in diesem Gebiet zu Gast waren. Ihre Anwesenheit ist ein erfreuliches Zeichen für die positive Entwicklung des Ökosystems. Gleichzeitig kündigen die ersten Frühlingsboten den bevorstehenden Wechsel der Jahreszeiten an: Schneeglöckchen und Taubnesseln sprießen an den Rändern der Flächen und setzen erste weiße und violette Farbtupfer in die winterliche Landschaft. Der Nektar ist wichtig als erste Nahrung für Wildbienen.
Das erste Quartal 2025 stand ganz im Zeichen der forstlichen Maßnahmen, die bis zum 1. März abgeschlossen sein mussten. Während viele Tiere in den Wintermonaten zur Ruhe kommen, sind die Ranger*innen der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg in dieser Zeit besonders aktiv. Der Winter bietet ideale Bedingungen für wichtige Naturschutzmaßnahmen, die die langfristige Entwicklung der Wildnisgebiete unterstützen.
Ein zentrales Thema in dieser Saison sind die Freischneidemaßnahmen. Zwischen Oktober und März dürfen Bäume beschnitten werden, da sie in dieser Zeit nicht von Vögeln als Nistplätze genutzt werden. Kahle Äste erleichtern diese Arbeiten, da Verästelungen und der Zustand der Bäume besser zu erkennen sind. So können umsturzgefährdete Bäume rechtzeitig entfernt werden, um die Sicherheit der Wanderwege zu gewährleisten.
Auch die Kontrolle auf Baumpilze wie den Brandkrustenpilz ist ein wichtiger Bestandteil der Winterarbeit. Diese Pilze können Bäume schwächen und zu Astbrüchen führen. Im Winter sind sie besonders gut sichtbar, sodass betroffene Bäume frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden können.
Ein weiterer Schwerpunkt in der kalten Jahreszeit ist das Monitoring der Fledermaus-Winterquartiere auf den angrenzenden Flächen des Wildnisgebiets Jüterbog. Die langjährigen Erfassungen haben gezeigt, dass die Häufigkeit von Wasser-, Zwerg- und Fransenfledermaus in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen hat. Besonders erfreulich ist, dass auch seltene Arten wie die Mopsfledermaus wieder nachgewiesen werden konnten. Diese positiven Entwicklungen unterstreichen die Bedeutung der ungestörten Rückzugsgebiete, die durch das Projekt geschützt werden.
Durch die Unterstützung der Initiative Mittelstand & Moor und der Klimapatenschaften können diese wertvollen Flächen langfristig gesichert werden. Die Finanzierung durch die Patenschaften ermöglicht nicht nur den Flächenunterhalt, sondern auch wichtige Maßnahmen zur Sicherung der Wildnis. Mit den durchgeführten Winterarbeiten und dem kontinuierlichen Monitoring legen wir den Grundstein für eine gesunde Entwicklung der künftigen Moorlandschaft und den Erhalt der Artenvielfalt.


